Speyerer Bischof Wiesemann legt Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder
Der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Papst Leo XIV. nahm das Rücktrittsgesuch des 66-Jährigen an, wie das Bistum am Mittwoch in der rheinland-pfälzischen Stadt mitteilte. Darin hatte Wiesemann um seine Entpflichtung gebeten.
Er sei mit großer innerer Freude Bischof gewesen, erklärte Wiesemann. "Dennoch hat die Last der umfänglichen Verantwortung in mir körperlich wie vor allem seelisch schwerwiegende Spuren hinterlassen", fügte er hinzu. Er habe nicht mehr die Kraft, den Weg bis zur vollständigen Umsetzung geplanter Strukturreformen zu gehen.
Zudem werde ab dem kommenden Jahr die Tausendjahrfeier der Grundsteinlegung des Doms in Speyer vorbereitet, die 2030 gefeiert werden soll. Der Speyerer Dom habe es verdient, "dass ein Bischof mit entsprechender Kraft und Leidenschaft in dieser Zeit dauerhaft präsent ist", erklärte Wiesemann. Er bat um Verständnis für den Rücktritt und kündigte zugleich an, weiter als Seelsorger tätig zu sein.
Wiesemann war seit 2008 Bischof von Speyer. Im Mai sprach er in einem Podcast des Norddeutschen Rundfunks über seine Depression. Er habe eine siebenmonatige Auszeit genommen und sich in einer Klinik behandeln lassen. Auslöser seien Finanzprobleme und Veränderungen im Bistum und der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche gewesen. "Es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen", sagte er im Podcast.
Für das Bistum Speyer und die Deutsche Bischofskonferenz bedeute der Rücktritt einen "großen Verlust" erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Heiner Wilmer aus Münster. Gleichzeitig empfinde er "Hochachtung" vor der Entscheidung. Wilmer würdigte Wiesemann als eine Persönlichkeit, der es zuallererst um die Menschen gegangen sei.
袁-J.Pān--THT-士蔑報