Ukraine: Neue Gespräche mit den USA am Samstag in Miami
Vertreter der Ukraine und der USA werden nach ukrainischen Angaben am Samstag in Miami im US-Bundesstaat Florida weitere Gespräche über eine Beendigung des Kriegs mit Russland führen. Die ukrainische Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, erklärte, die Delegation werde vom Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, und vom Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, geleitet. Es soll demnach um Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die wirtschaftliche Erholung des Landes gehen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor die Abreise der Delegation bekanntgegeben. "In den kommenden Tagen werden Treffen zwischen unseren ukrainischen Vertretern und den USA stattfinden", sagte Selenskyj in Kiew. Die ukrainischen Unterhändler seien bereits "auf dem Weg".
Selenskyj fügte an, er erhoffe sich "mehr Klarheit sowohl hinsichtlich der Dokumente, die wir bereits gemeinsam mit der amerikanischen Seite vorbereitet haben, als auch hinsichtlich der Reaktion Russlands auf alle laufenden diplomatischen Bemühungen".
Die Unterzeichnung eines Abkommens zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist laut Selenskyj bereits während des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos in der kommenden Woche möglich. "Wenn alles unter Dach und Fach ist und die amerikanische Seite zustimmt – denn auf unserer Seite sind wir im Prinzip fertig –, dann wird die Unterzeichnung in Davos möglich sein", sagte Selenskyj.
Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump Selenskyj für den weitgehenden Stillstand in den Ukraine-Verhandlungen verantwortlich gemacht und gesagt, Kreml-Chef Wladimir Putin sei "dazu bereit, ein Abkommen abzuschließen", die Ukraine hingegen "weniger". Selenskyj entgegnete hierauf, die Ukraine habe "die Initiative bei den Verhandlungen" und komme "in dieser Angelegenheit schneller als Russland voran".
Zur Zusammenarbeit mit Washington sagte Selenskyj: "Wir haben sehr gut mit den USA zusammengearbeitet. Wir sind schlicht bei bestimmten Fragen nicht einverstanden."
Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten hatten sich laut Selenskyj mit den USA auf einen 20-Punkte-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs geeinigt. Damit liegt eine überarbeitete Fassung eines im November von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plans vor, der als sehr russlandfreundlich kritisiert worden war. Russland hat bislang jegliche Anpassungen zurückgewiesen.
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