Nato-Kommandeur: Russlands Sabotage "immer dreister" - funktioniert aber nicht
Nach den Worten des Oberbefehlshabers der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat die "russische Sabotagekampagne" in Europa für den Kreml keinen Erfolg. Die "staatlich gesteuerte Sabotage" werde zwar "immer dreister", sagte Grynkewich am Montag vor EU-Abgeordneten. Dennoch halte das die europäischen Länder nicht davon ab, die Ukraine weiter zu unterstützen.
Konkret verwies Grynkewich auf den Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Flughafen in Leipzig und den Abschuss von Leuchtraketen durch ein russisches Kriegsschiff auf einen dänischen Hubschrauber. Dies seien klare Versuche, "unsere geschlossene Unterstützung der Ukraine zu untergraben", sagte der General. Dänemark habe wenig später aber dennoch neue Ukraine-Hilfen auf den Weg gebracht. Eine solche Reaktion empfehle er auch anderen Regierungen.
Die fortdauernde Unterstützung der Ukraine zeige der russischen Führung, "dass ihre Strategie nicht aufgeht", führte Grynkewich weiter aus. Dies könne den Kreml womöglich dazu bewegen, von seiner Strategie abzulassen. Er rief die Behörden in Europa dazu auf, die Urheber von Sabotage-Angriffen öffentlich zu machen.
Bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister am Montag in Brüssel waren die hybriden Angriffe ebenfalls Thema. Dabei ging es auch um einen Notfallmechanismus, der bei Attacken greifen soll, die "unter der Schwelle eines bewaffneten Angriffs" bleiben, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Russland plane Geheimdienstinformationen zufolge "weitere Sabotageakte" und "Angriffe auf unsere Demokratie, um unsere Gesellschaft zu spalten und unsere Gesellschaften einzuschüchtern", erklärte Kallas weiter.
Mit "hybriden" Aktivitäten sind getarnte aggressive Handlungen gemeint - beispielsweise Cyberangriffe, Drohnenattacken, Sabotage an Unterseekabeln oder der gezielte Einsatz von Migration.
韓-L.Hán--THT-士蔑報