The Hong Kong Telegraph - Kühlschrank für Menschen soll japanische Arbeiter vor Hitze schützen

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Kühlschrank für Menschen soll japanische Arbeiter vor Hitze schützen
Kühlschrank für Menschen soll japanische Arbeiter vor Hitze schützen / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Kühlschrank für Menschen soll japanische Arbeiter vor Hitze schützen

Angesichts immer heißerer Sommer infolge des Klimawandels greifen japanische Unternehmen zu ungewöhnlichen Mitteln: Eine Art Kühlschrank für Menschen soll Beschäftigten auf Baustellen, in Fabriken und Lagerhäusern schnelle Abkühlung verschaffen. Von der telefonzellengroßen Kabine des Herstellers Trusco Nakayama wurden seit April nach Unternehmensangaben bereits mehr als 300 Exemplare verkauft.

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"Dank dieser Kabine konnte ich mich wirklich erholen. Wenn man sie erst einmal ausprobiert hat, merkt man, wie angenehm kühl sie ist", sagte der 51-jährige Lagerarbeiter Isao Tabuchi aus Higashiosaka vor den Toren der Metropole Osaka der Nachrichtenagentur AFP. Nach Herstellerangaben herrschen in dem Kühlschrank 15 Grad, von oben wird ein 5 Grad kühler Luftstrom auf Kopf, Nacken und Schultern des Nutzers gelenkt.

Zu den Einsatzgebieten zählen dem Hersteller zufolge Orte, an denen körperlich gearbeitet wird. Künftig sollen die Kühlschränke aber auch auf Golfplätzen und vielleicht auch Sportstadien aufgestellt werden. Dabei verbrauchten die "Do Hiemon Box" genannten Kühlschränke nur wenig Strom, beteuert das Unternehmen. Die Anschaffungskosten für ein Exemplar: Umgerechnet rund 8000 Euro.

Der Klimawandel trifft auch Japan hart. In diesem Sommer mussten landesweit bereits 63.000 Menschen notärztlich versorgt werden. Für besonders heiße Tage gibt es nun auch einen neuen Begriff: Kokushobi, was etwa "grausam heißer Tag" bedeutet. Damit soll den Bürgern vermittelt werden, Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius als Naturkatastrophe zu betrachten.

Seit vergangenem Jahr gelten für Arbeitgeber schärfere Regeln. Bei Hitze müssen sie ihre Mitarbeiter zum Beispiel mit geeigneter Kleidung ausstatten, klimatisierte Pausenräume und Schattenplätze zur Verfügung stellen. Seit kurzem ist es Beamten in Tokio sogar erlaubt, in kurzen Hosen zu Arbeit zu kommen - eine Zeitenwende in dem Land, das großen Wert auf formelle Kleidung legt. Da passt die "Do Hiemon Box" natürlich gut ins Konzept.

Ohne Investitionen in den Hitzeschutz sei es schwer, noch geeignetes Personal zu finden, erklärt Yutaka Kono vom Großhändler Konoe, bei dem Arbeiter Tabuchi beschäftigt ist. Herkömmliche Klimageräte verschafften zwar Linderung. Doch das Gelände des Unternehmens sei so weitläufig, dass nicht jede Ecke komplett klimatisiert werden kann. "Da dachte ich mir: So ein Gerät wollen wir unbedingt anschaffen."

Der 24 Jahre alte Mitarbeiter Taichi Konishi benutzt die Box etwa dreimal täglich. "Das tut richtig gut", sagte er der Nachrichtenagentur AFP nach dem Verlassen des Kühlschranks. "Ich war nur etwa zwei Minuten drin, aber selbst das hat gereicht, den ganzen Schweiß zu trocknen."

張-H.Zhāng--THT-士蔑報